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30. Juni 2023

„Sender Biedenkopf“ geht in Betrieb

Mitte des vergangenen Jahrhunderts bahnt sich in der Welt des Radios eine gewaltige Veränderung an: Ultrakurzwellen (UKW) schicken sich an, die bis dato genutzte Mittelwelle (MW) zu ergänzen und schließlich zu ersetzen. Dazu braucht es jedoch neue Sendanlagen – und so geraten das Hinterland und die Sackpfeife ins Blickfeld der Planer in den Radiostationen.
UKW kann zwar nur durch neue, UKW-taugliche-Empfäner empfangen werden, hat aber mehrere Vorteile: Es ermöglicht zusätzliche, zunächst zweite Radioprogramme und ist vor allem in rauschfreier Qualität zu hören. Aber dafür müssten zunächst neue UKW-Sender gebaut werden. Auch der Äther braucht Infrastrukturen. Anfang der 1950er-Jahre beginnt der Hessische Rundfunk deshalb, das große „Viereck“ für die Bevölkerung Nordhessens aufzubauen: Die Sender Feldberg, Hoher Meißner, Wasserkuppe, Sackpfeife – benannt nach vier Bergstationen.
Eigentlich soll der neue Sender auf der Sackpfeife „offiziell“ „UKW--Sender Biedenkopf“ heißen ….“ (Hinterländer Anzeiger vom 23. Juni 2023).

16. Dezember 2018

Als Biedenkopf ganz Hessen weckte. Der 'Frankfurter Wecker' im Hinterland

„1949 lud die amerikanische Militärregierung Eberhard Beckmann, den Intendanten des Hessischen Rundfunks zu einer achtwöchigen Studienreise durch die USA ein. In Kalifornien hörte er die Morgensendung 'Der fröhliche Wecker' und war beeindruckt. Eine ähnliche Sendung wollte er auch für Hessen haben: Sie sollte am frühen Morgen live ausgestrahlt werden, vor Publikum stattfinden - und vor allem unterhalten. Am 4. Mai 1952 wurde der erste 'Frankfurter Wecker' live aus dem Funkhaus in Frankfurt ausgestrahlt. Die Veranstaltungsform war damals ein großes und teures Experiment, doch die Matineen wurden landesweit rasch äußerst beliebt. Wenn der 'Wecker'-Tross in den Sommermonaten mit 20 Lastwagen und mehreren Übertragungswagen auf Reisen ging, so berichtete Rüdiger Knott 2016 in der Radiocollage 'Jenseits der Zentren', dann war das in den hessischen Kleinstädten 'das Kulturhighlight des Jahres'. Am 29. Juni 1953 gastierte der 'Frankfurter Wecker' in Biedenkopf. Es war die erste große Radiosendung aus der Region – und für die 6000 Einwohner eine doppelte Sensation. …„ (Jahrbuch für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, S. 181-183).

11. August 2017

Als Biedenkopf ganz Hessen weckte. Der 'Frankfurter Wecker' kommt in den 50er und 60er Jahren mehrfach aus dem Hinterland

1949 lud die amerikanische Militärregierung Eberhard Beckmann, den Intendanten des hessischen Rundfunks zu einer achtwöchigen Studienreise durch die USA ein. In Kalifornien hörte er die Morgensendung „Der fröhliche Wecker“ und war beeindruckt. Eine ähnliche Sendung wollte er auch für Hessen haben: Sie sollte am frühen Morgen live ausgestrahlt werden, vor Publikum stattfinden - und vor allem unterhalten.
Am 4. Mai 1952 wurde der erste „Frankfurter Wecker“ live aus dem Funkhaus in Frankfurt ausgestrahlt. Die Veranstaltungsform war damals ein großes und teures Experiment, doch die Matineen wurden landesweit rasch äußerst beliebt. Wenn der „Wecker“-Tross in den Sommermonaten mit 20 Lastwagen und mehreren Übertragungswagen auf Reisen ging, so berichtete Rüdiger Knott 2016 in meiner Radiocollage „Jenseits der Zentren“, dann war das in den hessischen Kleinstädten „das Kulturhighlight des Jahres“.(Hinterländer Anzeiger vom 5. August 2017).