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14. Februar 2017

Wenn Zuschauer mitreden. Wie das Feedback ins Fernsehen kam

Am Anfang war eine Fernsehdokumentation. Als der WDR am 5. und 6. Oktober 1966 den Zweiteiler "Heia Safari - die Legende von der deutschen Kolonialidylle" sendete, war die rund 30 Jahre währende deutsche Kolonialzeit in Afrika weitgehend vergessen. Historiker hatten die Episode noch nicht für sich entdeckt, Filmaufnahmen aus der Zeit gab es kaum - und so ermöglichte der WDR dem Autor Ralph Giordano zweieinhalb Monate Spurensuche in Afrika. Man hatte noch reichlich Geld in Köln.
Giordano wollte nicht nur recherchieren, sondern das stille Einverständnis der bundesdeutschen Gesellschaft über die Kolonialjahre aufbrechen - und die Programmverantwortlichen, Chefredakteur Franz Wördemann und Redaktionsleiter Dieter Gütt, unterstützten ihn dabei ... (epd medien 6 vom 10. Februar 2017. 

7. April 2014

50 Jahre Hörspiel und Radiokunst in WDR 3. Gespräch mit Martina Müller-Wallraf, Karl Karst und Wolfgang Schiffer

Hörspielthemen konnten in den 1960er Jahren schon mal das gesamte Abendprogramm des "Dritten Programms" des Westdeutschen Rundfunks dominieren. Hier was es möglich, die Geschichte des Hörspiels ausgiebig radiophon aufzuarbeiten, früh mit der neuen Technik Stereophonie zu experimentieren oder andere, neue Ästhetiken auszuprobieren. Für einen kurzen Zeitraum waren WDR 3, das WDR 3 Hörspielstudio und das damals so umstrittene - Neue Hörspiel aufs engste miteinander verknüpft. Gespräch über die Hörspiellandschaft 1964, die facettenreiche Geschichte der Radiokunst im WDR und die neuesten Ästhetiken und Entwicklungen der akustischen Kunst im Kulturradio (54 Minuten; Podcast)

31. März 2014

50 Jahre WDR 3. Zur Geschichte des Kulturradios in Nordrhein-Westfalen

"Seit dem 29. März 1964 sendet das Dritte Hörfunkprogramm des Westdeutschen Rundfunks im Dauerbetrieb. WDR 3 hat sich in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens kontinuierlich entwickelt und verändert. Ein 'gehobenes Programm' war es jedoch von Anfang an und ist es bis heute geblieben. Wie sich dieses gehobene Programm manifestierte und welches Selbstverständnis ihm zugrunde lag, das zeigt die von Hans-Jürgen Krug skizzierte Chronologie und Geschichte des Kulturradios WDR 3" (50 Jahre WDR 3. Wir machen Lust auf Kultur, S. 9ff - hier)

25. März 2014

Kultur, Radio, Kulturradio und 50 Jahre WDR 3 - Gespräch mit WDR 3-Programmchef Karl Karst

Als der Westdeutsche Rundfunk 1964 sein neues, sein drittes Programm startete, bestanden 37 Prozent der Sendungen aus 'Politischem Wort', 33 Prozent aus E-Musik und rund 16 Prozent aus 'Kulturellem Wort'. Gesendet wurde auf Ultrakurzwelle und vor allem in den Abendstunden; manchmal sogar schon in Stereo. Seitdem hat sich fast alles verändert. Anlässlich des 50. Jubiläums des Kulturradios WDR 3 sprechen der Medienwissenschaftler Hans-Jürgen Krug und der langjährige WDR 3 Programmchef Karl Karst über Kultur, Radio, Kulturradio und die wechselhafte Geschichte von WDR 3 (Podcast WDR 3 Forum. Dauer: 54 Minuten, Podcast)

14. Dezember 2012

Stellungskriege. Das Kulturradio muss neu gedacht werden (= Kulturradio-Debatte 6)


Seit seinen Anfängen 1923 hat der Hörfunk in Deutschland neben Musik, Unterhaltung, Nachrichten, Politik und Werbung Kultur gesendet. Alle Programmbereiche hatten ihre Besonderheiten, ihr ständiger Wechsel machte den Reiz des frühen, noch konkurrenzlosen, rein akustischen Mittelwellenradios aus, das in den Abendstunden bis in die 1960er Jahre hinein sogar ein vielgehörter „Kulturfaktor“ war. 1956 wurde das erste explizite Kulturradio, das „Dritte Programm“ des NDR, gegründet. Das Sonderprogramm für Anspruchsvolle sendete ähnlich wie ein Theaterprogramm nur in den Abendstunden (auf UKW) und - nicht nur aus technischen Gründen - für wenige Hörer. Denn, so NDR-Intendant Walter Hilpert: „Wir erwarten Zuhörer, zum Zuhören bereite Hörer.“
Erst der neue Verbreitungsweg UKW … (epd medien 50/ 2012)