Drei Monate nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler wollte
der noch junge deutsche Rundfunk zeigen, was in ihm steckt - und
strahlte am 1. Mai 1933, dem neuen "Tag der nationalen Arbeit", ein
16-stündiges Sonderprogramm aus. Zwischen 8.50 Uhr und 1 Uhr nachts gab
es nur ein Thema: Arbeit. Arbeiterdichter lasen, Live-Reportagen oder
"Arbeiter- und Kampflieder der SA" waren zu hören, auch das Hörspiel
"Symphonie der Arbeit" war im Programm. Es war ein "medialer
Paukenschlag", wie die Kulturhistorikerin Inge Marszolek schrieb, und es
war eine Generalprobe.
Derartiges hatte es noch nicht gegeben. Mittelpunkt des
Sonderprogramms waren Live-Übertragungen von zwei Großveranstaltungen in
Berlin ... " (epd medien vom 27. April 2018)
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5. Mai 2018
17. Oktober 2015
"Das also war eine Demonstration". Bildung in den 70er Jahren
Aus irgendwelchen Gründen konnte ich nicht mit nach Marburg, wo Franz
Josef Degenhardt am 25. Mai 1970 ein Konzert im Auditorum maximum der
Universität gab. Degenhardt war mit Liedern wie "Spiel nicht mit den
Schmuddelkindern" oder "Die Geschichte von Horsti Schmandhoff" zur Ikone
eines neuen politischen Liedes geworden. Und er war - bereits - Thema
eines Deutschkurses, der uns Schülern der reformierten Oberstufe der
Lahntalschule (LTS) in Biedenkopf angeboten wurde. Der
Literaturunterricht sollte in diesen Jahren aktueller werden,
gegenwartsbezogener, linker auch.
Auf die Geschichte mit
Degenhardt bin ich kürzlich im Archiv des "Hinterländer Anzeigers"
gestoßen. Ich wollte über "Radio im Hinterland" recherchieren .... (Hinterländer Anzeiger vom 17. Oktober 2015)
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