29. April 2005

Rundfunkverbrechen

"Der Rundfunk, so lautete einst eine optimistische Hoffnung, bringe das Ferne und Neue überall und unbegrenzt ins Haus und ermögliche grenzüberschreitende, ja grenzenlose Kommunikation. Doch seit den Anfängen des Hörfunks verhinderten technische, ökonomische, politische Beschränkungen immer wieder den uneingeschränkten, freien Empfang – und längst nicht alles, was hätte empfangbar sein können, war auch hörbar. Nicht nur in Deutschland wurde die Hörfunkvielfalt beschränkt, sondern beispielsweise auch in den USA – und nicht selten ging es dabei um den Auslandsrundfunk. »Unseren Rundfunkapparat, sagte der Sheriff, müssten wir nach Woodstock schaffen, um den Kurzwellenteil herausmontieren zu lassen, dann könnten wir ihn wieder haben. Kurzwellenempfänger, Kameras und Feuerwaffen dürften ›enemy aliens‹ nicht besitzen«, schrieb Carl Zuckmayer in seiner Autobiografie »Als wär’s ein Stück von mir« über seine Amerika-Erfahrungen 1941 ..." (IASL-Online) (weiter)