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25. März 2015

Militär und Massenmedien. 80 Jahre Fernsehen


Am 22. März 1935 eröffnete Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky im großen Sitzungssaal des Berliner Funkhauses den Start des Fernsehens in Deutschland. Es war der erste "regelmäßige Programmbetrieb" weltweit, und er sollte - so Hadamovsky - das "Bild" des Führers "tief und unverlöschlich in alle deutschen Herzen pflanzen". Die Eröffnung war, so Arnolt Bronnen, "eine reine Hochstapelei". Noch gab es kein Programm, nur wenig Fernsehgeräte, kaum Zuschauer - und einen heimlichen Zwilling des neuen Mediums: das Militär.
Das frühe Fernsehen war ein "Medium ohne Publikum" (Winfried B. Lerg), und keiner wusste so recht, was damit angefangen werden sollte (Telepolis vom 22. März 2015).

9. März 2013

Technik - Radio - Hörspiel. Eine Ultrakurzgeschichte

"Technik - Radio - Hörspiel. Eine Ultrakurzgeschichte". Mein kurzer Vortrag während des Festivals "Radio Zukunft" in der Akademie der Künste (Berlin) ist jetzt bei LitRadio nachhörbar.

15. Januar 2013

'Jede neue Technologie erfordert einen neuen Krieg'. Technik, Radio und das Hörspiel

"Am 29. Oktober 1923 startete in Berlin der deutsche Rundfunk. Das erste Hörspiel folgte ein Jahr später und wurde am 24. Oktober 19242 in Frankfurt urgesendet. Am Anfang war das Radio. Es war das erste rein akustische Medium und seine Reich­weite eher regional. Dann erst entstand das Hörspiel – und auch es konnte nur regi­onal empfangen werden. In Berlin, München, Frankfurt, Leipzig oder Köln wurden verschiedene Programme gesendet. Wie sich das vermutlich erste Hörspiel, Hans Fleschs 'Zauberei auf dem Sender', angehört hat, ist heute nicht mehr zu ermitteln. Der Hörfunk sendete zunächst live und konnte seine Produktionen noch nicht auf­zeichnen.
Das frühe Radio war ein flüchtiges Medium, ein Sender ohne Speicher. Die Radio­technik kam zwar von den großen Firmen der Zeit, von Telefunken, AEG, Siemens oder Lorenz, doch sie steckte noch in den Kinderschuhen. Noch wurden Mikropho­ne für den Fernmeldeverkehr benutzt; die Übertragungs- und Empfangsmöglich­keiten über Mittelwelle (MW) waren begrenzt. Störgeräusche und Rauschen waren …“ (Maske und Kothurn. Internationale Beiträge zur Theater-, Film- und Medienwissenschaft (Wien), 3/ 2012)