24. April, Fr.: Die Geschäfte sind wieder geöffnet – aber der Konsum hat sich verändert. Auch im Hinterland. Heute berichtet der „Hinterländer“ aus Gladenbach. Das Modehaus Krug hat seine Ladenfläche durch „mit Folien überzogene Bauzäune“ verkleinert, Bellersheim hat Einbahnstraßen eingerichtet, beim Eiscafé San Remo kann man das Eis am Eingang abholen. Einkaufswagen, Transponderchips oder Kleiderhacken werden zur Zählung und Begrenzung der Kundenzahlen eingesetzt, Mitarbeiter oder Sicherheitsdienste kontrollieren. Es gibt Hygienestationen. Überall „Kreativität“, aber auch erschwerte Bedingungen, Pedanterie. Eis darf nicht in „essbaren“ Behältern verkauft und muss 50 Meter vom Geschäft entfernt verzehrt werden. Und die Ordnungsämter? Sie versuchen „Testkäufe ... (Hinterländer Geschichtsblätter 3/ 2025, S. 177-181)
11. November 2024
13. August 2024
'Bis auf Weiteres'. Die erste Corona-Welle 2020 im Hinterland - ein Rückblick in zwei Teilen
Wuhan! Ein Ort in China ist plötzlich weltbekannt geworden. Hier soll das Zentrum einer neuen, rätselhaften Krankheit sein: Covid-19, kurz: Corona. Abends fragt Maybrit Illner (ZDF) in ihrer Talkshow: „Coronavirus ohne Grenzen – wie gut ist Deutschland vorbereitet?“ Mit dabei sind Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Virologe Christian Drosten. Drosten warnt: „Die Pandemie ist nicht aufzuhalten“.
2. März 2020, Mo.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) setzt die Corona-Gefahr von „gering“ auf „mäßig“. In den Medien und vor allem in den Talkshows wird eine neue Berufsgruppe immer bedeutender: die Virologen. Drosten, Melanie Brinkmann und heute – bereits um 20.15 Uhr bei „Hart aber fair“ (Das Erste) - Alexander Kekulé.
9. März 2020, Mo.
Neue Ambivalenzen dringen auch andernorts in den Alltag. Die Gemeinde Steffenberg sagt überraschenderweise den Mittagstisch „Gemeinsam statt einsam“ ab. Wegen Corona, sicherheitshalber. … Am Abend veröffentlicht das Gesundheitsamt Marburg-Biedenkopf eine Pressemitteilung. Es gibt nun auch im Kreis einen ersten Corona-Infizierten. Es ist eine fünfzigjährige Frau, die zuvor in Südtirol gewesen ist. Das Ergebnis für den Ehemann liegt noch nicht vor.
10. März 2020, Di.
Das hessische Privatradio FFH berichtet inzwischen von zwei Fällen in Marburg-Biedenkopf – Waren das die Niederdietener? Am Abend teilt der Landkreis mit, dass auch der Ehemann positiv getestet wurde. Es gibt hier inzwischen drei Fälle. … Die Massenmedien machen mobil: Das Erste (ARD) sendet einen ersten Corona-“Brennpunkt“ unter dem neuen Titel: „ARD Extra“. Sechs Millionen Zuschauer sehen nach der „Tagesschau“ den Schwerpunkt „Corona in Deutschland – was tun?“ Bald wird es diese Sondersendungen jeden Abend im Ersten und in den Dritten Programmen geben. Corona ist in den Familien angekommen. #aedial! Als Bedrohung! …. (Hinterländer Geschichtsblätter 2/ 2024, Seite 169-176)
29. Oktober 2023
100 Jahre Radio im Hinterland (Altkreis Biedenkopf)
13. Oktober 2023
12. November 2022
Bis ins kleinste Dorf. Radioräume und Strukturen
hoch – und die Bodenwellen verbreiteten sich gerade mal über fünf bis zehn Kilometer. Der Hörfunk war ein reines Großstadtmedium: 94 Prozent der ersten Gebührenzahler kamen aus Berlin. Noch 1924 begannen die Planungen für einen repräsentativen Sendeturm, der die ganze Hauptstadt mit Mittelwellenradio versorgen und gleichzeitig zu einem Wahrzeichen für die Stadt und die neue Funkindustrie werden sollte. Am 3. September 1926 wurde der Berliner Funkturm vor 1.000 Gästen eingeweiht. Er hatte 203.000 Reichsmark gekostet, doch seine Sendeleistung blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Fünf Jahre später konnte auch das von Hans Poelzig entworfene „Haus der Rundfunks“ in der Masurenallee bezogen werden. In der Mitte des fünf Millionen Reichsmark teuren Funkpalastes aus roten Ziegelsteinen dominierte der Große Sendesaal mit mehr als 1.000 Plätzen, drum herum lagen die Büros und Studios. Berlin hatte seinen eigenen, hauptstädtischen Hörfunkkomplex.
29. Oktober 2022
Wurzelböden. Vor 50 Jahren: Abiturjahrgang 1972 in Biedenkopf
Irgendwann wurden an der Lahntalschule (LTS) in Biedenkopf die traditionellen Schulbücher durch selbst gekaufte Bücher ergänzt. Sie mussten nach der Lektüre nicht zurückgegeben werden, sondern blieben im Besitz der Gymnasiasten. Nach und nach gesellten sich nun neue Bücher zu den wenigen Kinder- und Jugendbüchern, die ich damals besaß. Am 19. März 1967 wurde ich konfirmiert. „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“, steht im meiner Konfirmationsurkunde. „Niemand kommt zum Vater denn durch mich (Joh. 14,6).“ Ich war nun religiös mündig, kirchlich erwachsen, abendmahlberechtig - und besaß eine eigene, nagelneue und teure Bibel. Mein Name war in Gold eingeprägt. Am 8. Juli fuhr meine Klassenstufe nach Glücksburg ins Ferienlager des Kreises Biedenkopf.
Das erste von mir (bzw. meinen Eltern) für den Unterricht erworbene Buch war das Hörspiel „Das Schiff Esperanza“ von Fred von Hoerschelmann. Gelesen „Juli 1967“ habe ich damals in das dünne, 55-seitige Büchlein geschrieben. Gelesen, das hieß: ..." (Wurzelböden. Vor 50 Jahren: Abiturjahrgang 1972 in Biedenkopf. In: Hinterländer Geschichtsblätter 3/ 2022, S. 113-118/ Beilage zum Hinterländer Anzeiger)
15. Oktober 2021
„Es kommt ja niemand zum Tanzen“ - Über die Anfänge des Fernsehens im Hinterland
einen der ersten im Hinterland. Das Fernsehen war in Deutschland
noch kein halbes Jahr alt. Weihnachten 1952 hatte der
Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) mit der Ausstrahlung eines regulären
Fernsehprogramms begonnen. Der Empfang auf der Schlossterrasse war
an diesem Freitagabend sehr gut – und so konnten die
Interessierten nicht nur die „Tagesschau“ (20.00 Uhr) sehen,
sondern auch einen Kulturfilm sowie – nach 21.15 Uhr – die
dreißigminütige Dokumentation „Endstation Fernsehen. Ein
Querschnitt durch 50 Jahre deutscher Funktechnik“. Der Fernsehtag
klang mit „Kurt Wege mit seinen Solisten“ (21.45 Uhr) aus. Auch in Gladenbach … (Hinterländer Geschichtsblätter 3/ 2021, Seite 81-86)
18. März 2021
Handwerker und Henker auf dem Hof. Hausschlachtung in Niederdieten um 1980
19. Januar 2020
Wasser ist zum Baden da. Eine kleine Geschichte der Schwimmbäder im Kreis Biedenkopf
namentlich von den Knaben benutzt“. 1901 wurde ein „Badeverein“ gegründet. Vorsitzender war Professor Julius Esau, der Direktor des Biedenkopfer Gymnasiums, Gründungsmitglieder waren städtische Honoratioren: Heinzerling, Hosch, Pfeil, Plack, Plitt, Stephani. Die erste „Schwimm- und Badeanstalt“ wurde bei der Obermühle errichtet. Sie war auch während des 1. Weltkrieges geöffnet: für Damen werktags von 9 bis 10 und von 3 bis 5 Uhr, für Herren von 7.30 bis 9, 10 bis 12 und 5 bis 8 Uhr. Und auch die Schüler hatten ihre Zeiten. Lange stand in Biedenkopf das einzige Bad weit und breit ...“ (In: Hinterländer Geschichtsblätter Nr 4./ 2020, S. 25-29)
25. November 2019
Willy Brandt in Biedenkopf. Auftakt zum Kanzler-Wahlkampf 1969
5. April 2019
Es begann in Biedenkopf. Willy Brandt, der Wahlkampfauftakt 1969 und die erste soziallberale Koalition
16. Dezember 2018
Als Biedenkopf ganz Hessen weckte. Der 'Frankfurter Wecker' im Hinterland
16. Oktober 2018
Schweigend vor Lautsprechern. Gemeinschaftsempfang 1933 im Hinterland
5. Mai 2018
Totale Überwältigung. Der 1. Mai 1933 als Propagandatag im Radio
10. Januar 2018
Als der Hörfunk ins Hinterland kam – und das Hinterland ins Radio

11. August 2017
Als Biedenkopf ganz Hessen weckte. Der 'Frankfurter Wecker' kommt in den 50er und 60er Jahren mehrfach aus dem Hinterland
Am 4. Mai 1952 wurde der erste „Frankfurter Wecker“ live aus dem Funkhaus in Frankfurt ausgestrahlt. Die Veranstaltungsform war damals ein großes und teures Experiment, doch die Matineen wurden landesweit rasch äußerst beliebt. Wenn der „Wecker“-Tross in den Sommermonaten mit 20 Lastwagen und mehreren Übertragungswagen auf Reisen ging, so berichtete Rüdiger Knott 2016 in meiner Radiocollage „Jenseits der Zentren“, dann war das in den hessischen Kleinstädten „das Kulturhighlight des Jahres“.(Hinterländer Anzeiger vom 5. August 2017).
6. April 2017
Als das Radio ins Hinterland kam. Von der ersten Hörfunksendung bis zur Idee des Volks-Fernsehers
10. März 2017
Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland
"Eine spannende Zeitreise durch 90 Jahre Radio" (Patrick Friedland, derwesten)
"Wer Gelegenheit hat ... Krugs Feature zu hören, sollte es tun" (Christian Bartels/ epd medien)
29. November 2016
Busen, Blut und blaue Bohnen. Als die Sexfilme (auch) ins Hinterland kamen
hinter den Fotos verbarg, sollte uns noch lange verborgen bleiben. Die offenherzigen Filme waren erst ab 18 freigegeben. Erwachsenenware. ... (Heimat an Lahn und Dill vom 26. November 2016)
.png)
.png)
a.png)
a.png)
.png)
.png)
.png)
.png)
.png)
.png)